Menschen im Leopoldina: Dr. Humberto Tapia Perez, Funktionsoberarzt in der Abteilung für Spezielle Wirbelsäulenchirurgie
„Mexikaner gehen ganz anders mit dem Thema ´Tod´ um als die Menschen hier in Deutschland. Mit meinen Werken möchte ich Einblicke gewähren und diese entspanntere Sichtweise zugänglich machen,“ so beschreibt Humberto Tapia die Motivation seines künstlerischen Schaffens.
Während des Medizinstudiums hospitierte er in Bremerhaven, um erste Eindrücke vom deutschen Gesundheitssystem zu sammeln. Nach seinem Abschluss in Mexiko zog es Dr. Tapia 2007 nach Deutschland. Es folgten einige Jahre in Magdeburg, wo er seinen Facharzt für Neurochirurgie absolvierte. „Allerdings fühlt man sich dort mit Migrationshintergrund nicht ganz so wohl“, erinnert sich Dr. Tapia. Nach seiner Hochzeit und der Geburt seiner Kinder führte ihn seine berufliche Laufbahn zunächst nach Marburg und Würzburg an die Universitätsklinik, bis er 2017 nach Schweinfurt kam. „Hier fühle ich mich im Job und in der Stadt sehr wohl“. Besonders schätzt er die internationale Vielfalt in seinem Team, das Kolleginnen und Kollegen aus der EU, Afrika und dem Nahen Osten vereint. Im Vergleich zu den Millionenstädten Mexikos genießt er hier die Überschaubarkeit und kurzen Wege der fränkischen Stadt. Seine Wohnung am Marktplatz bietet ihm zudem den direkten Zugang zum kulturellen Leben.

Pinsel und Skalpell – Dr. Humberto Tapia beherrscht beide Werkzeuge meisterlich. (Foto: Bernd Meidel)
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